Nach 30 Minuten, war Grace endlich wieder bei Stevie.
„So da bin ich wieder“ rief sie während sie aus dem Wagen stieg. Stevie sagte nichts, weil sie eingeschlafen ist. Die vorherige Nacht, wahr wohl doch noch zu kurz. „Stevie?“ fragte Grace leise und strich Stevie über ihren Oberarm. Langsam machte Stevie ihre Augen auf. „Grace“ sagte sie leise. „Wer denn sonst?“ erwiderte Grace darauf. „Weiß ich doch nicht“ sagte sie grinsend. „Komm lass uns los. Ich helfe dir hoch“ Grace reichte Stevie die Hand und stütze sie so gut sie konnte. Langsam machten sie sich gemeinsam auf dem Weg zum Wagen.
„Und bevor du gleich fragst, Banjo ist in guten Händen. Riley war da und er wird sich schon gut um Banjo kümmern.“ sagte sie schnell als sie sah das Stevie sie schon was fragen wollte. Stevie lächelte. „Das freut mich“
'Ich wäre wahrscheinlich auch so wenn das mir passiert wäre! Wir lieben einfach unsere Pferde zu sehr' Dachte sich Grace und half Stevie ins Auto. Nachdem sie Stevie ins Auto geholfen hatte lief sie ums Auto und steig selber ein. „Dann wollen wir doch mal ins Krankenhaus bringen“ Grace sah kurz zu Stevie und fuhr denn los. „Ja ist gut“ gab Stevie leise von sich und starrte aus dem Fenster.
Ca. 90 Minuten Später...
Grace und Stevie kommen nach langer Fahrt endlich in Fisher an.
„Hast du starke Schmerzen?“ fragte Grace besorgt als sie sah das Stevie langsam blasser im Gesicht wurde. „Es geht schon“ sagte Stevie unter starken Schmerzen.
„Soll ich Alex anrufen?“ fragte Grace.
„Nein, der macht sich doch nur unnötig Sorgen und mir geht’s gut. Außerdem fahren wir gleich auch wieder zurück. Ich bleibe sicherlich nicht die Nacht hier“ Stevie schaute weiterhin aus dem Fenster nachdem sie das gesagt hatte.
„Stevie. Aber wenn sie wollen das du bleibst, dann bleibst du da auch. Ist das klar? Fragte Grace nach.
„Nein, sicherlich nicht. Und das bringt nichts Grace ich werde da so oder so nicht bleiben“ sagte Stevie ernst.
Die beiden fuhren den restlichen Weg schweigend. Und nach weiteren 5 Minuten waren Sie endlich beim Krankenhaus. „Dann wollen wir mal“ sagte Grace nachdem sie den Wagen geparkt hatte. „Ja“ sagte Stevie nur und wollte aussteigen. „Warte ich helfe dir“ Grace steig schnell aus dem Wagen und lief auf die Beifahrerseite und half Stevie von Wagen bis zum Krankenhaus.
Im Krankenhaus wurde Stevie sofort ins Behandlungszimmer gebracht und Grace musste im Wartezimmer warten. Ungeduldig ging Grace ab und auf und schaute ständig auf die Uhr. Die inzwischen schon 20.20Uhr anzeigte.
'Warum dauert das bloß so lange!?' Sie nahm sich einen Kaffee und versuchte sich zu beruhigen.
Stevie wurde gründlich Untersucht. Und nach einer Stunde kam sie mit einen Gips aus dem Behandlungszimmer wieder raus. „Stevie“ reif Grace und ging sofort zu ihr. „Hey Grace“ sagte Stevie und nahm die Krücken von der Krankenschwester. „Danke“ Sagte sie und stütze sich nun auf den Krücken ab. „So nun können wir aber zurück“ sie lächelte Grace an. „Was? Mehr hast du nichts zu sagen?“ frage Grace überrascht. „Was soll ich denn noch zu sagen haben? Das Bein ist gebrochen aber ich hatte noch Glück, dass mein Knie nichts abbekommen hat“ Stevie schaute Grace an. „Tut mir Leid Stevie. Wären wir nicht mal wieder auf so eine Idee gekommen wäre das nicht passiert“ Entschuldigend schaute Grace Stevie an.
„Grace, es war nicht deine Schuld. Das Eisen hat sich einfach gelöst, dass hätte mir auch sonst wo passieren können also vergiss es einfach und wir fahren jetzt nach Hause. Ich verhungere hier noch gleich“ Langsam gingen die beiden wieder zurück zum Wagen und machten sich auf den Rückweg.
19:30 Uhr
Killarney Küche
„Et voilá!“ Marcus stellte den Teller vor Ingrid ab und setzte sich mit einem Lächeln an die andere Seite des Tisches.
„Hmm das riecht aber gut,“ sie legte sich die Servierte zurecht und nahm die Gabel in die Hand, „Vielleicht, habe ich dich doch unterschätzt.“
„Das habe ich dir doch gleich gesagt,“ erwiderte Marcus und beide begannen zu essen.
Als Ingrid aufgegessen hatte, schob sie ihren Teller zur Seite, „Das war absolut köstlich. Ich denke ab jetzt komme ich öfters zum Essen vorbei.“ Marcus sah sie gespielt scharf an, „Also ich wäre dafür, dass du jetzt dran bist, mich zu verwöhnen.“
„Dich zu verwöhnen? So, so.“ Ingrid zog eine Augenbraue hoch.
Er lächelte verführerisch, „Was hältst du noch von einem Glas Wein?“
„Warum eigentlich nicht, ich bin ja schon groß und muss noch nicht gleich ins Bett.“
Marcus lachte, „Na ja groß? Ich würde sagen erwachsen.“ Seine Bemerkung quittierte Ingrid mit einem Schlag gegen seine Brust.
„Aua!“ er hielt sich die Hand auf seine Brust, dann lachte er und besorgte eine Flasche Wein und zwei Gläser. „Was sagst du, wollen wir nach draußen?“
Ingrid nickte und nahm ihm die Gläser ab, zusammen gingen sie nach draußen.
Marcus schenkte ihnen den Wein ein und reichte ihr ein Glas, dann setzte er sich auf der Veranda auf einen Stuhl. Er beobachtete Ingrid und nippte an seinem Wein.
Ingrid sah in den Sternenhimmel und lehnte sich gegen einen Pfahl. „Es ist hier wunderschön.“ Marcus nickte zustimmend, als ihm auffiel, dass sie das gar nicht sehen konnte, antwortete er ihr. „Ja es ist wirklich schön hier und ich bin froh das ich herkam.“
Ingrid drehte sich zu ihm um und nickte.
Eine Weile blieben sie auf der Veranda, genossen die Nähe und Ruhe, sprachen fast kein Wort miteinander.
Marcus erhob sich langsam von seinem Stuhl, damit er Ingrid nicht erschreckte, die ihren Blick wieder gen Himmel gerichtete hatte und über ihr Leben nachdachte.
Vorsichtig ging er zu ihr und legte ihren Arm um sie, „Was meinst du, wollen wir rein gehen, es wird langsam kühl.“ Ingrid zuckte leicht zusammen, als sie seinen Arm auf ihren Schultern spürte. Doch sie drehte sich zu ihm und lächelte, „Ja das ist wohl eine gute Idee.“
Gemeinsam gingen sie nach drinnen. Marcus machte Feuer im Kamin und beide machte es sich davor auf einer Decke gemütlich.
Er schenkte ihnen noch etwas Wein nach und beide sprachen über Gott und die Welt und machten ihre Späße, Ingrid war froh über die Ablenkung, denn ihre Gedanken hatten sie traurig gestimmt.
„Na dann Chears!“ Marcus prostete ihr zu und wurde mit einem bezaubernden Strahlen in ihren Augen belohnt. ‚Sie hat ein fantastisches Lächeln, ihre Augen sind so wunderbar blau.’
Auch Ingrid ging ihren Gedanken nach, ‚Er schafft es, mich endlich wieder auf andere Gedanken zu bringen. Bei ihm komme ich endlich wieder zur Ruhe.’
Als sie den Wein ausgetrunken hatten und das Feuer langsam erlosch, stand Ingrid auf,
„Ich denke ich sollte gehen.“ Marcus tat es ihr gleich und sah sie an.
Ganz langsam kamen sich ihre Gesichter immer näher, er nahm ihr Gesicht in ihre Hände.
Sehr vorsichtig und zaghaft berührten sich ihre Lippen. Während Marcus den Kuss genoss, versteifte sich Ingrid immer mehr und vereinzelte Tränen liefen ihr über die Wangen.
Zu sehr schmerzten die Erinnerung an ihre letzte Beziehung.
„Ich kann das nicht,“ flüsterte sie.
Als Marcus merkte, dass Ingrid für diesen Kuss nicht bereit war, trennte er sich von ihr, behielt ihr Gesicht jedoch in seinen Händen und wischte ihr zärtlich die Tränen weg.
„Ich wollte dich nicht verletzten.“
Ingrid schüttelte leicht den Kopf, „Das hast du nicht, es liegt an mir. Es tut mir leid. Ich sollte gehen.“ Stammelte sie.
„Es muss dir nicht leid tun, ich hätte vorher fragen sollen.“ Er war um ein Lächeln bemüht und zog sie sanft in seine Arme.
Ingrid bettete ihren Kopf an seiner Brust und schloss die Augen.
Eine Weile verharrten sie so, dann gab Marcus ihr einen sanften Kuss auf die Stirn und sah ihr in die Augen, „Du musst nicht gehen, wenn du nicht willst. Bleib hier,“ sagte er und flüsterte ihr dann ins Ohr, „Ich bin auch ganz brav und behalte meine Finger bei mir.“ Ingrid sah ihn an und lächelte, sie wischte sich zwei Tränen weg. Dann blickte sie auf ihren Hände, „Das wäre lieb, denn wenn ich ehrlich bin, mag ich heute nicht allein sein.“
„Das musst du auch nicht,“ Marcus strich ihr über die Wange und hackte sich dann bei ihr unter, beide gingen nach oben.
22:30 Uhr
Killarney Marcus’ Zimmer
Marcus öffnete die Tür, er ließ sie los und ging zu seinem Schrank. Er suchte nach einem Pyjamaoberteil und reichte es Ingrid. „Hier für dich, du kannst dich im Bad fertig machen. Ich benutze das von Alex.“ Als er an ihr vorbei ging, strich er ihr leicht über den Arm.
Nach einer Weile kamen beide bettfertig wieder in Marcus Zimmer an, er setzte sich auf sein Bett und sah sie an, „Also welche Seite hättest du gern?“ Ingrid stand unschlüssig vor dem Bett und hob dann ihren Blick, „Diese ist schon okay,“ meinte sie und legte sich ins Bett.
Marcus tat es ihr gleich, er legte sich auf die Seite und beobachtete sie, wie sie die Decke anstarrte, ‚Woran sie wohl denkt?’ Als sich ihre Augen erneut mit Tränen zu füllen begannen, gab sich Marcus einen Ruck, ,Mehr als eine knallen kann sie dir nicht.’
Vorsichtig zog er sie zu sich in die Arme, „Tsscht, es wird alles wieder gut.“ Er stricht ihr beruhigend über den Rücken. Ingrid ließ sich bereitwillig von ihm trösten und nach einiger Zeit schlief sie übermüdet mit ihrem Kopf auf seiner Brust ein.
Marcus lag noch eine Weile wach und dachte darüber nach, was ihr wohl passiert sein mochte, aber auch er schlief irgendwann ein.