22:30 Uhr
Drovers Run
Regans Zimmer
Regan war kurz unter die Dusche gesprungen und nun dabei ihren Babybauch
einzucremen und sprach leise mit ihren Kind, „Bald ist dein Dad wieder bei uns.
Ich weiß nur noch nicht, wie ich das hier allen erklären soll...“
Regan wurde unterbrochen, als Kate an ihre Tür klopfte, sie rief, „Herein,“ und
begann damit ihr Schlafanzugoberteil zu schließen.
Als Kate ihren Kopf zur Tür hinein steckte, war Regan etwas verwundert, bat sie
aber dennoch zu sich, „Setz dich, war kann ich für dich tun?“
Kate atmete noch einmal tief durch und setzte sich zu Regan.
„Ich wollte mir dir reden.“ Kate sah Regan an.
Diese verteilte den Rest der Creme auf ihren Händen und blickte Kate immer
noch fragend an, „Dann schieß mal los.“
Kate zappelte etwas nervös mit den Beinen, weil sie nicht wusste, wie sie anfangen sollte.
„Es geht um das Kleine, na ja viel mehr um den Vater,“ Regan sah zu Kate und wusste irgendwie worauf Kate hinaus wollte.
„Der Vater, es ist Dave, oder?“ Regan blickte unsicher zu Kate, sie wusste nicht wie sie es ihr erklären sollte. Sie fühlte sich ein wenig so, als hätte sie ihre Freundin verraten, aber sie liebte Dave. Sie sah Kate an: „Ja Dave ist der Vater, aber du sollst wissen, dass ich ihn wirklich
über alles liebe. Ich weiß das es dir wehtut, aber ich kann meine Gefühle nicht ändern.“
Eine Träne kullerte ihr über die Wange. Kate legte ihren Arm um Regan, „Hey ich verstehe das. Es ist mir nicht leicht gefallen über Dave hinweg zu kommen. Aber ich habe gemerkt, dass ich viel zu lange einer Traumvorstellung nach gelaufen bin. Ihr ward schon immer das schönere Paar,“ Sie versuchte zu lächeln. „Also wenn du es gerne möchtest, lade Dave ein. Du sollst wissen, ich gönne Euch euer Glück.“ Kate umarmte sie noch einmal und ging dann zur Tür. „Danke Kate,“ antwortete Regan und Kate erwiderte, „Schlaft gut ihr zwei und Willkommen zu Hause!“ Mit einem Lächeln war sie wieder nach unten verschwunden.
Auch Regans Lippen umspielte ein Lächeln, sie war froh, dass sich Kate für sie freute und die Sache so gut aufgenommen hatte.
Sie machte es sich in ihrem Bett bequem und zog die Decke eng um sich, ihre Hand bettete sie auf ihrem Bauch und schlief mit den Gedanken bei Dave ein.
*Flashback*
- 6 Wochen zuvor -
Seit zwei Tagen war Dave aus Afrika zurück, so sehr er die Zeit auch genossen und seine Arbeit geliebt hatte, so sehr hatte der überraschende Besuch von Regan die Sehnsucht in ihm ausgelöst, zurück nach Australien zu kehren.
Nun stand er unschlüssig vor einem Bürogebäude in Melbourne und traute sich nicht hinein zu gehen.
‚Mensch Brewer, sie wird dich schon nicht gleich auffressen.’
Dave gab sich einen Ruck und betrat das Gebäude, er fuhr mit dem Fahrstuhl in den zehnten Stock und wurde mit jeder Minute nervöser.
Von der freundlichen Dame am Empfang wurde er zu einem Büro geführt, vorsichtig klopfte er an. Auf ein ‚Herein’, öffnete er diese und trat ein.
Am Fenster stand sie mit dem Rücken zu ihm, aber dennoch wunderschön.
Sein Herz schlug vor Freude um einiges schneller.
Langsam dreht sie sich zu ihm um, Regan erstarrte als sie sah, wer da in ihrem Büro stand.
Sie hatte gerade an ihn denken müssen und ihren Baby von seinem Vater erzählt.
Ihre Hand weilte immer noch auf ihrem Bauch. Auf der einen Seite war sie überglücklich ihn wieder zu sehen, in Afrika hatte sie gemerkt, wie sehr sie ihn immer noch liebte.
Aber wie würde er nun reagieren?
Es war ein warmer Sommertag und sie trug ein enges Shirt, unter dem sich schon deutlich die Konturen ihres leicht gewölbten Bauches abzeichneten.
Unsicher blickte sie ihn an.
Seine Augen weiteten sich, als er Regan betrachtete, sollte es das bedeuten, was er glaubte?
Langsam ging er auf sie zu und hoffte, dass sie sich aus ihrer Starre löste.
Eine einzelne Träne löste sich aus Regans Augenwinkel, die Dave, der mittlerweile vor ihr stand, sanft weg wischte.
Diese Geste ließ Regan auftauen, sie lächelte ihn an, „Dave, ich hatte so gehofft, dass du wirklich kommst.“ Dave schenkte ihr eines seiner berühmten Lächeln, „Das hatte ich dir doch versprochen und Versprechen muss man halten.“
Regan nickte scheu, Dave jedoch gab sich einen Ruck und überwand die letzte Distanz.
Er schloss sie in seine starken Arme und küsste sie zärtlich.
Als sie sich wieder getrennt hatten, sah Dave Regan in die Augen, seine Hände wanderten von ihrem Rücken zu ihren Bauch.
„Haben wir das hinbekommen?“ fragte er, so als wäre es das größte Wunder aller Zeiten.
Regan nickte und kaute auf ihrer Lippe, weil sie nicht wusste, wie Dave die Nachricht aufnehmen würde.
Daves Lächeln wuchs in die Breite. „Du machst mich zum glücklichsten Menschen auf der Welt!“ Er nahm sie in den Arm und drehte sich mit ihr, nach einer Zeit blieb er stehen und
verweilte einfach in ihrer Umarmung...
*Flashback ende*