6 Wochen später
23:00 Uhr
Drovers Run / Regans Zimmer
Da es Regan schon den ganzen Tag nicht so gut ging und sie über starke Rückenschmerzen klagte, hatten sie und Dave sich schon früh zurück gezogen.
Arm in Arm schliefen sie selig, bis Regan durch einen starken ziehenden Schmerz erwachte.
Sie öffnete die Augen und versuchte ruhig atmen.
‚Uhh,’ dachte sie, als die Schmerzen wieder abgeklungen waren, schloss sie ihre Augen erneut und versuchte wieder einzuschlafen.
Nach einiger Zeit durchfuhr sie ein neuerlicher Schmerz, sie legte ihre Hand auf ihren Bauch.
Sie bemühte sich nicht in Panik zu geraten, ‚Sind das Wehen? Vielleicht sollte ich Dave wecken.’ Regan versuchte sich in seiner Umarmung zu drehen, sanft strich sie ihm über den Arm. „Schatz,“ flüsterte sie, „Schatz?“ Etwas mürrisch öffnete Dave die Augen, „Was kann ich für dich tun meine Schöne?“ Sie lächelte, er war so niedlich, wenn er sie so halbverschlafen ansah. „Ich denke unser Kind mag nicht mehr länger in meinem Bauch bleiben.“ Dave sah sie fragend an und wuschelte sich durchs Haar während er sich im Bett aufsetzte. „Wie meinst du das?“ Er war verwirrt. Regan musste noch mehr lächeln, jedoch erstarb dieses, als die nächste Wehe kam. „Was ich damit sagen will ist, dass ich Wehen habe.“
Dave sprang aus dem Bett und war plötzlich hellwach, „Du hast Wehen? Warum hast du das nicht gleich gesagt? Wir müssen ins Krankenhaus!“ Er rannte durchs Zimmer und suchte seine Sachen zusammen und zog sich an, beobachtet von einer amüsierten Regan.
Obwohl sie auch ein wenig Angst hatte, vor dem was in den nächsten Stunden, vor allem in den nächsten Jahren auf sie zu kam, so konnte sie es kaum noch erwarten, dass das Kleine endlich auf die Welt kam.
Regan stand auf und zog sich ebenfalls an, sie bat Dave ihre Tasche zu nehmen und beide gingen hinunter.
Während Dave den Wagen holte, setzte sich Regan in die Küche und hinterließ ihrer Schwester und den anderen, die noch auf Killarney waren, einen Zettel:
Hallo ihr Lieben,
das Kleine hat beschlossen, dass es an der Zeit ist,
Euch alle endlich mal kennen zu lernen.
Wir sind nach Fisher ins Krankenhaus gefahren.
Regan
Gemeinsam machten die beiden sich auf den Weg ins Krankenhaus.
Während Dave sich um Regan sorgte und immer schneller fuhr, machte Regan sich darum Sorgen, ob sie überhaupt heil ankommen würden, so wie er fuhr.
„Bitte fahr etwas langsamer, wir kommen schon noch rechtzeitig an.“
Sie war bemüht ruhig zu bleiben, damit Dave es auch wurde.
05:00 Uhr
Fisher Krankenhaus / Flur
Unruhig liefen Grace und Stevie den Flur auf und ab, während Pat auf einem Stuhl saß und nervös mit den Fuß wippte.
„Dauert das immer so lange?“ durchbrach er die Stille.
Grace und Stevie sahen zu erst sich und dann Pat an und zuckten mit den Schultern,
„Aber ich denke schon,“ sagte Stevie und lächelte Grace zu, die ziemlich blass war und sich um ihre Schwester sorgte.
Alle drei verstummten wieder und sahen zu Tür hinter der die Schwester verschwunden war, die sie hergebracht hatte.
Nach weiteren 30 Minuten öffnete sich die Tür endlich und Dave trat zu den Freunden auf den Flur. Er war etwas blass um die Nase, wirkte zwar geschafft aber durchaus glücklich und hatte Tränen in den Augen.
Er brauchte eine Zeit um seine Sprache wieder zu finden, „Sie sind da und sie sind so... einfach perfekt.“ Seine Augen strahlten.
Sofort liefen die drei Freunde auf ihn zu und beglückwünschten ihn, dann stutze Grace.
‚Sie sind?’ Fragend sah sie ihn an, „Sie sind da? Heißt das, es sind...“ weiter kam Grace nicht, denn Dave fiel ihr ins Wort, „Ja sie, es sind Zwillinge, zwei zauberhafte Jungs.“ Verlegen wischte er sich eine Träne weg.
„Ich ich geh wieder zu Regan, ich hol euch nachher.“ Und schon war er wieder verschwunden.
Amüsiert blickten die drei ihm hinterher, als sie sich ansahen, mussten sie lachen.
Dann begann sie wieder, die Zeit des Wartens.