6:00 Uhr
Drovers Run
Grace´ Zimmer
Mit dem ersten Sonnenstrahlen wachte Heath auf und schreckte sich. Er schaute Grace an und lächelte. Er sah ihr eine Weile beim schlafen zu, beugte sich über sie und küsste sie auf die Wange. „Gute Morgen mein Schatz“ flüsterte er ihr ins Ohr. Grace öffnete langsam ihre Augen „Gute Morgen mein Liebling“ sagte sie noch halb im Schlaf. „Hast du gut geschlafen?“ er lächelte sie an. „Klar, du warst doch bei mir“ sie lächelte ebenfalls und gab ihm einen Kuss. Er genoss diesen und schloss seinen Augen. Als er seine wieder öffnete, blickte er ihr tief die Augen. „Ich muss los, Grace. Hab noch einen wichtigen Termin in der Stadt. Sehen wir uns heute Abend wieder?“ er sah sie fragend an. „Was für einen Termin? Aber klar sehen wir uns heute Abend wieder.“ „Nichts besonderes, nur mal wieder etwas mit den Farmerrat klären“ „Dann viel Glück“ sagte sie mit einem Lächeln. „Danke, mein Schatz. Das werde ich brauchen“ er lächelte und stiegt aus dem Bett. Nach er seine Sachen zusammen gesucht hatte, zog er sich an. Er ging auf die andere Seite des Bettes und gab ihr noch einen leidenschaftlichen Kuss auf den Mund. „Bis später“ Grace genoss es und erwiderte diesen Kuss genauso leidenschaftlich. „Ja bis nachher“ sie schaute ihm hinter her, als er das Zimmer verließ. Nach einer Weile stand sie auf und zog sich an. Sie ging ins Bad und machte sich fertig. „Und nun schön Frühstück für alle machen“ sie lächelte und machte sich auf dem Weg in die Küche.
Drovers Küche
6.30 Uhr
Grace saß gedankenverloren am Tisch, nippte an ihrem Kaffee und dachte an Heath.
Als sie Schritte aus dem Flur vernahm, blickte sie auf,
„Guten Morgen Regan!“ begrüßte sie ihre große Schwester.
Regan lächelte ihr zu, „Morgen Kleines.“ Regan nahm sich eine Tasse und machte sich Tee.
Ihr und dem Kleinen ging es bestens, sie hatte hervorragend geschlafen.
„Und wie war dein Abend noch?“ fragte sie ihre Schwester und setzte sich zu Grace an den Tisch. Grace Augen strahlten, „Ja danke er war noch sehr schön und was sagst du?“
Regan verstand nicht so ganz, „Wozu?“ Grace schüttelte den Kopf, „Zu Heath natürlich!“
Die Ältere grinste, „Ach so, dass meinst du.“ Regan wollte Grace ärgern. „Mach nicht so ein Gesicht, ich finde ihn fantastisch, meinen Segen habt ihr.“
Grace freut sich, „So und da du ihn nun kennst, will ich auch endlich diesen Dave kennen lernen. Ausgleichende Gerechtigkeit meine Liebe!“
Regan seufzte, ‚Typisch Grace’, „Also gut, ich habe gestern noch mit Kate geredet, sie ist einverstanden, wenn Dave herkommt, ich rufe ihn nachher an.“
Grace freute sich und sprang auf um ihre Schwester zu umarmen, „Das ist fantastisch!“
„Dein Frühstück sieht aber auch fantastisch aus,“ bemerkte Regan und begann zu essen.
Grace sah sie an, „Schau nicht so, das Kleine hat auch Hunger.“
Gemeinsam frühstückten sie und nach und nach gesellten sich auch Tayler, Kate und Moira hinzu, die Aufgaben für den Tag wurden verteilt und Regan dazu verdonnert sich auf der Veranda auszuruhen und es sich gemütlich zu machen.
Drovers Büro
9:00 Uhr
Auch wenn es ihr schwer fiel, hatte Regan den Rat der Mädels befolgt und es sich mit einem
Buch auf der Veranda gemütlich gemacht, während die anderen ihrer Arbeit nachgingen.
Als sie das aktuelle Kapitel in ihrem Buch beendet hatte, beschloss sie Dave anzurufen.
‚Auch wenn es vielleicht etwas schwierig wird, ich vermisse ihn.’
Sie ging ins Büro und wählte seine Nummer. Am anderen Ende der Leitung ertönte ein Tuten und Regan setzte sich auf die Kante des Schreibtisches.
„Dave Brewer.“ Ertönte seine Stimme und ihre Augen begannen zu strahlen,
„Guten Morgen mein Schatz, ich bin es Regan.“
Dave der gerade an seinem Schreibtisch saß, legte seinen Kugelschreiber beiseite und lehnte sich in seinem Stuhl zurück, „Hallo mein Sonnenschein, wie geht es dir und unserem Nachwuchs?“ Regans Finger spielten mit der Kordel an ihrem Shirt, „Uns geht es hervorragend, ich hoffe doch, dir auch?“ Er lächelte, „Wenn man die Stimme seiner Traumfrau hört, kann es Mann ja nur gut gehen.“
Sie lachte, „Dave du bist ein liebenswerter Spinner!“
„Ich weiß und ich finde es zu gütig von dir, dass du dich mit mir abgibst.“
„Was soll ich machen, du hast mir mein Herz gestohlen.“
Ein Weile scherzten die beiden weiter miteinander. Trotz der weiten Entfernung zwischen ihnen, fühlten sie sich ganz nah, Wärme durchflutet Regan.
„Weswegen ich anrufe,“ sie zögerte kurz. „Kate kam gestern zu mir. Sie hat das mit uns geahnt und ... und sie freut sich für uns.“ Es herrschte kurzeitig Stille, dann ergriff Dave das Wort. „Das ist gut.“ Regan wusste nicht so recht, ob Dave wirklich froh darüber war.
„Auf jeden Fall, soll ich dir ausrichten, das du herzlich eingeladen bist.“ Sie machte eine kurze Pause, „Und das Kleine und ich würden uns freuen, wenn du kommen würdest. Wir vermissen dich nämlich ganz schrecklich.“
Dave lehnte sich wieder vor, und sah in seinen Terminkalender, „Wenn das so ist, werde ich so schnell wie möglich bei euch sein, es ist hier nämlich ganz schrecklich einsam.“
Ihre Augen füllten sich mit Tränen, seit sie schwanger war, war sie nah am Wasser gebaut.
„Ich liebe dich!“
„Ich dich auch Sonnenschein und das Kleine natürlich auch.“
Er gab ihr noch einen Kuss durch den Hörer, dann legte er auf und packte schnell seine Sachen zusammen, fuhr noch einmal zur ihrer gemeinsamen Wohnung und dann war er auch schon auf dem Weg nach Drovers.
Regan legte mit einem zufriedenen Lächeln den Hörer auf und machte sich wieder auf den Weg zur Veranda,
„Jetzt ist dein Daddy bald wieder bei uns.“