Einige Tage später
19:00 Uhr
Drovers Veranda
Nachdem Pat und Tayler mit Dave und Regan geredet hatten, beschlossen sie, dass es an der Zeit war, auch den anderen von ihrer Beziehung zu erzählen.
Deswegen luden sie all ihre Freunde zu einem BBQ nach Drovers ein.
Dave und Regan hatten den beiden geholfen so gut es ging und nun saßen sie alle gemütlich auf der Veranda.
Als sie mit dem Essen fertig waren, ergriff Pat das Wort,
„Also weswegen ihr heute hier seid,“ begann er und zog Tayler ein Stück näher zu sich. „Tayler und ich sind jetzt ein Paar.“ Seine Augen begannen zu leuchten und auch Tayler strahlte übers ganze Gesicht. Sie gab ihm noch einen flüchtigen Kuss, bevor sie von ihren Freunden beglückwünscht wurden.
Alle freuten sich mit dem jungen Paar und tranken auf ihr Wohl.
Da Heath gerade auf einer Geschäftsreise war, hatte sich auch Marcus entschlossen endlich wieder einmal an einem BBQ auf Drovers teil zu nehmen. Zwar hatte sich sein Verhältnis zu Grace nicht gebessert, aber er musste sich ja auch nicht mit ihr beschäftigen. Es waren ja noch genug andere Leute da. Zudem musste er das gar nicht, denn er hatte Ingrid gebeten mit zukommen, damit sie auch den Rest seiner Freunde kennen lernte.
Ingrid war schon mehrmals auf Drovers gewesen, war bisher jedoch nur auf die Mädels und Dave getroffen, das BBQ an diesem Abend war ihre erste Begegnung mit Grace und sie war mächtig gespannt, denn Marcus hatte viel von ihr erzählt. Eigentlich sprach er oft von ihr und sie erinnerte sich an das Telefonat an jenem Abend im Pub.
Als sie mit Marcus auf die Veranda trat, warteten die anderen schon auf sie. Ingrid begrüßte die ihr bekannten Gesichter zunächst und ging dann freundlich lächelnd auf Grace zu,
„Hallo ich bin Ingrid, freut mich, dass ich Sie auch endlich mal kennen lerne. Ich habe schon viel von Ihnen gehört.“ Grace musterte die Tierärztin, „Hallo, die Freude ist ganz meinerseits.“ Antwortete sie kurz angebunden und ging dann in die Küche um noch etwas zu holen.
In der Küche angekommen, ließ sie sich auf einen Stuhl fallen. ‚Es ist schön das Marcus da ist. Aber musste er ausgerechnet diese Ingrid mit bringen?’ Sie konnte die Gefühle die in ihr hochstiegen nicht einordnen, aber sie wusste, dass es ihr wehtat Marcus mit Ingrid zu sehen.
‚Warum tut es weh ihn mit ihr zu sehen? Ich habe kein Recht darauf, etwas dagegen zu haben. Obwohl, warum eigentlich nicht, immerhin gönnt er mir mein Glück mit Heath auch nicht.
Oh ich hasse ihn so.’ Grace wischte sie eine Träne weg, die sich ihren Weg über ihre Wange bahnte. ‚Ich hasse ihn doch gar nicht,’ seufzte sie innerlich und bettete ihren Kopf eine zeitlang auf dem Tisch. Dann beschloss sie, dass sie und Marcus schließlich nur Freunde waren und er in sein Bett mitnehmen konnte, wen er wollte.
Während die anderen sich prächtig amüsierten, saß Grace still in ihrer Ecke und versuchte zu mindest fröhlich auszusehen. Immer wieder hatte Ingrid versucht mit ihr ins Gespräch zu kommen, denn von Marcus Erzählungen her, war Grace ihr durchaus sympathisch.
Als Grace jedoch immer nur einsilbige Antworten gab, beschloss Ingrid, ihr Kennen lernen auf ein anderes Mal zu verschieben und wand sich den anderen zu.
Unter der strengen Beobachtung von Grace, begannen Marcus und Ingrid mit ihren Sticheleinen. Während es den beiden selbst gar nicht so sehr bewusst war, hatte sie mit einem traurigen Blick zur Kenntnis genommen, wie seine Hand auf Ingrids Schoß zum Ruhen kam.
Verwirrt über ihre Gefühle, die über sie hinein stürzten, machte sich Grace schon bald auf den Weg ins Bett, „Bitte entschuldig mich, aber ich muss morgen früh wieder zeitig raus.“
Damit war sie auch schon verschwunden. Erst jetzt nahm Marcus Notiz von ihr und sah ihr verwundert hinterher. „Was hat sie denn,“ fragte er Ingrid. „Ich denke sie mag mich nicht,“ antwortete diese leise. Nicht unbemerkt von den anderen gab er ihr einen Kuss auf die Wange, „Wie kann man dich nur nicht mögen?“ Ingrid bemühte sich zu lächeln und ihre Grübeleien über Grace’ Verhalten beiseite zu schieben.
Der Abend wurde noch ein voller Erfolg und alle waren sich sicher, dass sie nun den Grund für Marcus gute Laune kannten. Er hatte die Gestalt eines Engels, war überaus sympathisch und hieß Ingrid.